Sustainability Reloaded


Während der Berlinale lädt Green Film Shooting gemeinsam mit der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein und der MFG Baden-Württemberg zur dritten grünen Paneldiskussion ein. Unter dem Titel Sustainability Reloaded werden Produzenten, Regisseure, Technische Leiter und Film Commissioner aus aller Welt über ihre Erfahrungen berichten, wie sich der ökologische Fußabdruck von Produktionen im Studio, am Set und in der Postproduktion senken lässt.
Grün zu produzieren ist möglich – unabhängig vom Format, Drehort oder Budget.  Die New Yorker Produzentin und PGA Green-Vertreterin Lydia Dean Pilcher mit Queen of Katwe zum ersten Mal einen Hollywoodfilm grün in Uganda produziert. Die Ecoprod-Beraterin Joanna Gallardo wird über grüne Postproduktion sowie einen CO2-Rechner für Animationsfilme berichten, der in Frankreich entwickelt worden ist.

 

 

 
In Italien ist nicht nur die ersten Fernsehserie grün produziert worden, sonden auf Sardinien entstehen nachhaltig produzierte Musikvideos mit internationalen Popstars, wie Nevina Satta, Leiterin der Sardegna Film Commission, erläutern wird. In Großbritannien entsteht das erste grün produzierte Virtual Reality-Projekt, über das der Filmemacher Maxim Jago sprechen wird.

 

 

Auf dem Studiogelände von Bavaria Film ist jede Produktion, die dort dreht, aufgrund der aus Wasserkraft und Geothermie gespeisten Energieversorgung der Studios bereits zu einem Teil grün. Das Energiekonzept wird der technische Leiter Thorsten Hoppe erläutern. Die in den Bavaria-Studios produzierte Show Verstehen Sie Spaß? Ist von der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein mit einem Grünen Drehpass ausgezeichnet worden.

 

Christiane Dopp, die als Projektleiterin seit 2011 deutschlandweit das grüne Label verleiht, gibt einen Überblick über aktuell grün produzierte Projekte in Deutschland. Zu den Vorreitern in diesem Bereich gehört der Produzent Carl A. Fechner, der seine Dokumentarfilme seit über einem Jahrzehnt grün produziert. Dazu gehört auch sein jüngster Erfolgsfilm Power to Change.

 

In Trentino ist im vergangenen Herbst das T-Green Film Rating System gestartet worden, das Produktionen finanzielle Anreize gibt, wenn sie beim Dreh auf Nachhaltigkeit setzen, wie Luca Ferrario, Manager der Trentino Film Commission, erläutern wird. Bereits vor Einführung der grünen Incentives hat Renzo Carbonera seinen ersten Spielfilm Resina grün in Trentino gedreht und dort sämtliche Schauplätze in einer Gemeinde gefunden. „Das war nicht nur bequem, sondern auch zeit- und kostensparend, denn die Drehorte und Unterbringung lagen direkt nebeneinander. Die Hauptdarstellerin wurde in ihrem Hotelzimmer frisiert und geschminkt, während der Kameramann hundert Meter entfernt das Licht gesetzt hat.“

 

Die Panel-Diskussion Sustainability Reloaded findet an 11. Februar 2017 von 14.30 bis 16 Uhr in der Landesvertretung der Freien und Hansestadt Hamburg beim Bund,
 Jägerstraße 1 in Berlin statt. Die Anmeldung zur Teilnahme ist bis zum 6. Februar 2017 erforderlich.

 

Foto: Antonio Rasi Caldogno

 

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