F20 plädiert für Klimaschutz beim G20

Anlässlich des G20-Gipfels, bei dem die wichtigsten Industrie- und Schwellenländer am 7. und 8. Juli in Hamburg zusammenkommen, treffen sich im Vorfeld deutsche und internationale Stiftungen, um den politischen Diskurs während des Gipfels in Hamburg und den daraus resultierenden Folgen mit konkreten Beispielen und Vorschlägen mitzugestalten. Mit den Beschlüssen der Vereinten Nationen von 2015 zur Agenda 2030 und den darin enthaltenen Sustainable Development Goals (SDGs) sowie zum Klimavertrag von Paris ist der Rahmen für künftiges politisches Handeln gesetzt.

 

 

Stiftungen aus den G20-Staaten wollen mit einem Event zum G20-Gipfel für ein gemeinsames, länder-übergreifendes Handeln eintreten. Gemeinsam mit einem breiten Bündnis aus Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft fordert die Stiftungsplattform F20 die Entscheider beim G20 dazu auf, das Pariser Abkommen auch ohne die USA umzusetzen. Das Bündnis, das unter anderem aus den Begleitgruppen des G20-Prozesses Business 20, Think Tank 20, Women 20 und Labour 20 besteht, kritisiert den angekündigten Austritt der USA aus dem Pariser Klimaabkommen als „kurzsichtig und unverantwortlich“. Das Pariser Abkommen sei unabdingbar, um die Klimakrise zu bewältigen. Die verbleibenden 19 Staaten sollten beim G20-Gipfel im Hamburg überzeugend demonstrieren, dass sie das Pariser Abkommen umsetzen wollen.

 

„Staats- und Regierungschefs rund um den Globus haben sich auf beeindruckende Art und Weise für das Pariser Abkommen ausgesprochen. Jetzt müssen den Worten Taten folgen. Eine überwältigende Zahl an Unternehmen, Investoren, Wissenschaftler, Umwelt- und Menschenrechtsgruppen, Bürgermeistern, Bürgerinnen und Bürgern bieten dabei ihre Unterstützung an“, erklärt Johannes Merck, Vorstand der Michael Otto Stiftung für Umweltschutz, und einer der Sprecher der Stiftungsplattform F20.

 

Das Bündnis fordert die führenden 19 Industrienationen auf, ihre jeweiligen nationalen Klimaschutzbeiträge zu erhöhen, einen weltweiten Mechanismus zur CO2- Bepreisung auf den Weg zu bringen und sich auf einen konkreten Zeitplan für das Ende der Subventionierung fossiler Energieträgern zu einigen. Finanzmarktakteure sollten zudem in die Lage versetzt werden, nachhaltig zu investieren, indem sich die G20 für Standards für die Offenlegung von Klimarisiken im Finanzsektor einsetzt.

 

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