Grüne Helden und ihre Projekte

Ob belebende Brause aus der Kaffeefrucht, Bio-Schokolade, ein Pfandsystem für wiederverwendbare Coffee-To-Go-Becher, Upcycling-Produkte aus alten Autoreifen, klimaneutral hergestellte Druckerzeugnisse oder Ökostrom – auf der FairGoods & Veggienale konnten sich Verbraucher und Firmenvertreter über nachhaltige Produkte für eine ökologische Lebensweise informieren. Rund 80 Aussteller präsentieren am 21. und 22. Oktober 2017 in Hamburg alternative Angebote für alle Arbeits- und Lebensbereiche wie Ernährung, Haare und Kosmetik, alternative Mobilität, Finanzen, grüne Mode und Müllvermeidung.

 

„Wir wollen zeigen, dass pflanzliche Ernährung Spaß macht, gesund und eben kein Kompromiss ist und dabei die Brücke zu einer allgemein nachhaltigeren Lebensweise schlagen“, erklärt Daniel Sechert, Gründer und Geschäftsführer des Veranstalters Ecoventa. „Schließlich treffen wir jeden Tag Entscheidungen und können darüber beim Einkaufen, bei der Mobilität und beim Essen Einfluss nehmen.“ Um einen Überblick über Bezugsquellen von ökologisch unbedenklich und fair hergestellten Produkten zu erhalten, gibt es sowohl auf lokaler als auch auf nationaler Ebene vegane Guides, Apps und sogar vegane Stadtführungen. Dank der preisgekrönten Restaurantführer-App vanilla bean sind nicht nur vegetarische Lokale in der Umgebung schnell zu finden, sondern die kostenlose App filtert das Angebot auf Anforderung nach verschiedenen Kriterien wie Rohkost, regional, laktose- oder glutenfrei oder aus biologischem Anbau.

 

Begleitet wurde die Messe mit Vorträgen, Workshops, Bühnenshows und Mitmachaktionen rund um die Themen Nachhaltigkeit und Veganismus. Auf der FairGoods & Veggienale präsentierten sich auch Organisationen wie Animal Rights Watch  und Ärzte gegen Tierversuche, die gegen den Missbrauch von Tieren kämpfen, um die Veträglichkeit von Schokoriegeln oder Kosmetikartikel zu testen. Für die faltenglättende Wirkung von Botox-Spritzen zahlen Mäuse einen hohen Preis. Das Nervengift wird ihnen in die Bauchhöhle injiziert, woran sie im Laufe von dreieinhalb Tagen qualvoll verenden.

 

Ein wichtiges Thema bleibt der Erhalt des ökologischen Saatguts. Um den regionalen Anbau von Obst und Gemüse zu fördern, haben Leonie Culmann und Veronika Wendt in Freiburg das Start Up Gartenpaten gegründet, das Gartenbesitzer über eine Online-Datenbank mit Menschen zusammenbringt, die nicht über Grund und Boden, aber über einen grünen Daumen verfügen. Das dafür erforderliche Bio-Saatgut bieten sie sogar in Form eines Adventkalenders an. Für diese Initiative sind die Gartenpaten auf der FairGoods & Veggienale mit dem Grünen Helden Award 2017 ausgezeichnet worden.

Fotos: © Green Film Shooting

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