Grün geht immer

Eine grüne Produktionsweise kann durchaus kostensparend sein, wie die italienische Produzentin Marta Donzelli von der römischen Produktionsfirma Vivo Film berichtet, die auf der Berlinale den Wettbewerbsbeitrag Daughter of Mine von Laura Bispuri vorgestellt hat. Das Projekt, das sie auf dem Berlinale Co-Production Market potentiellen Partnern präsentiert hatte, ist nach grünen Kriterien auf  Sardinien realisiert worden.

 

Kosten sparen

 

Bei der Paneldiskussion Grüne Produktion – keine (falschen) Ausreden!, zu welcher der Berlinale Co-Production Market in Zusammenarbeit mit Engagement Global und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung eingeladen hat, diskutierten die italienische Produzentin Marta Donzelli,  Emellie O’Brien, Eco Supervisor und Gründerin des New Yorker Unternehmens Earth Angel und der deutsche Regisseur und Produzent Lars Jessen , auf dessen Konto  Filme wie Fraktus und Dorfpunks gehen, über Ansätze und Erfahrungen mit der nachhaltigen Filmproduktion aus. Moderiert wurde die Veranstaltung von der Green Film Shooting-Herausgeberin Birgit Heidsiek.

Bewusstsein

 

Emellie O’Brien,, die Nachhaltigkeitskonzepte für Filme wie The Amazing-Spider Man 2, Noah und Die Verlegerin erstellt hat, berichtete, wie sie die Teams von großen Hollywoodproduktionen dazu bringt, sich umweltfreundlicher am Set zu verhalten.

Catering

 

Eine zentrale Rolle spielt dabei das Catering. Während bei einer kleinen Independent-Produktion direkt am Set mit lokalen Zutaten gekocht werden kann, ist bei großen Studiofilmen ein wichtiger Aspekt, der Lebensmittelverschwendung Einhalt zu gebieten und die übrig gebliebenen Mahlzeiten  zu spenden.

 

Equipment

 

In Deutschland ist es für die Produktionen immer noch teurer, energieeffiziente LED-Scheinwerfer zu mieten, wie Lars Jessen hervorhob. In den USA zahlen die Produktionen oftmals eine Pauschalmiete inklusive der Stromkosten, weshalb die Teams gar nicht auf die Idee kommen, Energie einzusparen.

 

 

Transport

 

Auch beim Produktion-Design lassen sich wertvolle Ressourcen einsparen. Es sei nicht in jedem Fall nötig, große Sets zu bauen. Oftmals lassen sich auch Original-Motive nutzen, erklärte die italienische Produzentin Marta Donzelli.

 

 

Aber nicht jeder Schauspieler und nicht jedes Team-Mitglied möchte beim Drehh alle grünen Register ziehen.Der Regisseur Lars Jessen, der stets vorbildlich mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Set kommt, diskutiert mit den Schauspielern darüber, ob es wirklich nötig ist, in jedem Fall das Flugzeug zu nehmen, wenn dadurch nur ein, zwei Sunden Zeit gespart werden können.

 

 

 

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