Grüne Produktion@Deauville

Ein langjähriger Partner der Deauville Green Awards ist das französische Kollektiv Ecoprod, das Informationen und Training zur nachaltigen Film- und Fernsehproduktion bietet. Beim diesjährigen Festival wurde unter dem Titel Audiovisual and Environmental Communication eine Round Table-Diskussion zur grünen Produktion veranstaltet. Caroline Darmon von Publicis (links) erläuterte die Methodik, mit welcher die Umweltauswirkungen gemessen werden, Gildas Bonnel (Zweiter von links) vom französischen Werbefilmverband Association des Agences-Conseils en Communication (AACC) das neue Label "Agences Actives" vorstellte und Jacques-Olivier Barthes (rechts) die Kommunikationsstrategie vom WWF präsentierte.

 

Die Green Film Shooting-Herausgeberin Birgit Heidsiek berichtete über das neue Förderprogramm für umweltfreundliche LKWs, die mit Erdgas (CNG) und verflüssigten Erdgas (LNG) angetrieben werden. In Deutschland hat das Bundesverkehrsministerium einen Fonds für die Energiewende aufgelegt, der für 2018 über ein Budget in Höhe von zehn Millionen Euro verfügt. In Frankreich setzen europäische Logistikunternehmen wie Perrenot, die mit ihrer Flotte von IVECO Stralis NP-Lastwagen Supermarkt-Ketten wie Carrefour, Casino und Auchan beliefern, auf nachhaltige Transporte. Um mehr Kunden zu motivieren, sich einen umweltfreundlicheren Fuhpark zuzulehen, haben IVECO und die BNP Paribas Leasing Solutions ein Grünes Finanzierungsprogramm für die Energiewende im Güterverkehr aufgelegt, das in Belgien, Frankreich, Deutschland, Italien, den Niederlanden sowie Großbritannien angeboten wird.

 

Die grüne Round Table-Diskussion wurde von Marina Ezdiari geleitet, die als Nachhaltigkeits-Beauftragte von Audiens zu den Gründungsmitgliedern von Ecoprod gehört. Die Expertin veranstaltet unter anderem grüne Workshops für Produzenten in Frankreich.

 

 

Der Ecoprod-Sonderpreis für eine umweltfreundliche Produktion ging an den Dokumentarfilm Une structure porteuse, histoires des déchets von Salvo Manzone. Der aus Palermo stammende Filmemacher fühlt sich oft wie der Augenzeuge in Hitchcocks Fenster zum Hof, wenn er aus dem Fenster schaut und sieht, wie die Menschen mit dem Müll umgehen. In seiner Doku weist er mit Humor und Ironie auf die Komplexität dieser Problematik hin und zeigt Lösungen auf, wie sich Müll vermeiden lässt. Da es in seiner Doku um das Thema Abfall geht, war es für ihn naheliegend, den Film auf eine umweltschonende Weise zu produzieren.

 

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