Fridays for future

Der Besuch von der jungen Klima-Aktivistin Greta Thunberg hat in Hamburg tausende von Schülern mobilisiert, die sich auf dem Rathausmarkt versammelten, um sich für den Klima- und Umweltschutz einzusetzen. Die #fridays for future-Bewegung, die durch den Schulstreik der schwedischen Schülerin entstanden ist, findet weltweit immer mehr Anhänger. Sogar in Japan, Kolumbien, Australien und den USA bleiben junge Menschen für das Klima dem Unterricht fern.

 

„Wir schwänzen in meinen Augen nicht. Wir tun viel mehr als das. Wir setzen hier ein Zeichen und sind da aktiv, wo niemand etwas tut, nicht einmal die Politik. Und wir werden immer mehr“, erklärte eine Schülerin selbstbewusst . „Wir brauchen die Aufmerksamkeit von allen, um den Klimawandel noch aufhalten zu können. Jeder von uns ist in der Verantwortung und in der Lage, etwas zu ändern. Wir alle sind Bürger auf dieser Erde und es liegt an uns, sie zu schützen, damit wir hier weiterleben können.“

 

 

 

In den letzten Jahren ist es massiv wärmer geworden“, bestätigt der Klimaforscher Mobij Latif. „Wir sehen, dass die Pole schmelzen, wir sehen dass die Meeresspiegel steigen und die Wetterextreme zunehmen. Obwohl wir das seit über 100 Jahren wissen, passiert nichts."Die erste Klimakonferenz habe bereits vor 40 Jahren stattgefunden. „Seitdem hat die Politik versprochen etwas dagegen zu unternehmen. Die erste politische Klimakonferenz fand 1995 in Berlin statt . Es ist immer genau das Gegenteil von dem passiert, was eigentlich hätte passieren müssen. Der CO2-Ausstoß ist immer weiter gestiegen.“ Auch 2015 nach dem Pariser Klimaabkommen habe der CO2-Ausstoss weiter zugenommen. „Deshalb ist es wichtig, dass wir endlich aufstehen. Und noch viel mehr werden, damit sich endlich politisch etwas bewegt“, betonte Latif.

 

Zu den jungen Klima-Aktivisten sprach auch Frank Otto, Vereins-Vorsitzender der Hamburger Klimawoche, der zu den Mitbegründern der Deutschen Meeresstiftung gehört. „Die Ozeane nehmen das CO2 auf, was zu einer Übersäuerung der Meere führt“, erläuterte Otto. Dadurch werde dem Meer Calcium entzogen, das ein wichtiger Baustein für die Entstehung von Muscheln, Krill und Korallen sei. Otto appellierte an die Schüler, ihre Kooperations- und Kommunikations-Fähigkeit zu nutzen, um andere über klimaschädliche Verhaltensweisen aufzuklären.

 

 

Vielen Schülern ist durchaus bewusst, dass nachhaltiger Konsum dabei eine zentrale Rolle spielt. „Wir können weniger Sachen kaufen, die wir nicht brauchen Wir können weniger Fleisch und tierische Produkte essen. Wir können Klamotten, die wir nicht mehr brauchen, weitergeben anstatt sie wegzuschmeißen“, sagte eine Schülerin. „Aber das wichtigste ist das zu tun, warum wir heute hier sind. Wir können diese Nachricht so weit verbreiten wie es irgendwie möglich ist.“

 

Wenn die Emissionen nicht sinken und keine konkreten Schritte ergriffen werden, um weniger Ressourcen zu verschwenden und weniger Müll zu produzieren, könne die junge Generation nicht einfach nur zuschauen. „Taten zählen mehr als Worte. Aber wenn niemand seinen Worten Taten folgen lässt, dann ist es an uns allen, an die Verantwortung zu erinnern. Und dafür sind wir hier.“

 

Fotos/Video: © GFS

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