{"id":2904,"date":"2016-11-18T02:59:19","date_gmt":"2016-11-18T02:59:19","guid":{"rendered":"http:\/\/greenfilmshooting.net\/blog\/de\/?p=2904"},"modified":"2016-11-19T03:20:35","modified_gmt":"2016-11-19T03:20:35","slug":"2904","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/greenfilmshooting.net\/blog\/de\/2016\/11\/18\/2904\/","title":{"rendered":"Umweltaspekte in der Filmproduktion"},"content":{"rendered":"<p>&quot;Wenn wir uns dazu entschlie\u00dfen w\u00fcrden, Filme nachhaltig zu produzieren, k\u00f6nnte unsere Branche innerhalb von zwei Jahren gr\u00fcn umgestellt werden&quot;, erkl\u00e4rte der deutsche Autor und Regisseur\u00a0 Lars Jessen bei der Panel-Diskussion <em>Environmental Issues in European Film Production, <\/em>an der Pietari K\u00e4\u00e4p\u00e4, Professor an der Universit\u00e4t in Warwick und die <a href=\"http:\/\/greenfilmshooting.net\/blog\/en\/about-us\/\">Green Film Shooting<\/a>-Herausgeberin Birgit Heidsiek teilnahmen. Das Event war Teil des <a href=\"http:\/\/greenfilmshooting.net\/blog\/de\/2016\/10\/31\/green-studies-at-nordic-film-days\/\">L\u00fcbecker Filmstudien Kolloquiums<\/a><a href=\"http:\/\/www.luebeck.de\/filmtage\/en\/programm\/movie\/view\/2016\/7948.html\">, <\/a>das w\u00e4hrend der Nordischen Filmtage stattfand.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der deutsche Filmememacher setzt bei seinen s\u00e4mtlichen Filmen auf gr\u00fcne Produktionspraktiken. W\u00e4hrend zahlreiche Ma\u00dfnahmen wie Fahrgemeinschaften, M\u00fclltrennung oder der Einsatz von energiesparenden LEDs sogar kosteneffizient sind, ist ein Diesel-Generator g\u00fcnstiger als f\u00fcr einen kurzen Dreh einen Festnetzanschluss am Motiv legen zu lassen. &quot;Das ist nat\u00fcrlich auch eine finanzielle Entscheidung&quot;, sagt Jessen, der selbst oft mit mit knappen Etats auskommen muss. In Deutschland verlangen die Fernsehanstalten bisher nicht, dass Produktionen nachhaltig hergestellt werden und geben auch keine Anreize daf\u00fcr.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Noch schwieriger stellt sich diese Situation im Filmf\u00f6rderungsbereich dar, denn aufgrund der f\u00f6deralen Struktur in Deutschland versuchen die regionalen Filmf\u00f6rderungen attraktive Filmproduktionen mit finanziellen Anreizen in ihre Region zu locken. F\u00fcr die F\u00f6rdersumme, die sie dort erhalten, m\u00fcssen sie 150 Prozent dieses Betrages dort investieren. &quot;Diese F\u00f6rderpraxis ist alles andere als nachhaltig&quot;, erkl\u00e4rte Birgit Heidsiek. Da die Produzenten oftmals F\u00f6rdergelder in verschiedenen Regionen erhalten, sind sie gezwungen, mit ihrem Team jeweils in die entsprechenden Regionen zu reisen, um dort Gelder auszugeben, wo sie F\u00f6rdermittel bekommn haben. In \u00f6kologischer Hinsicht ist dieser F\u00f6rdertourismus eine Verschwendung von Ressourcen, da viel Zeit und Energie f\u00fcr Drehs in anderen Regionen aufgewendet werden, die durchaus vermeidbar w\u00e4ren. Dies ist unter umweltpolitischen Gesichtspunkten bedenklich, da bei den Filmproduktionen die meisten CO2-Emissionen durch Transport und Energie generiert werden.<\/p><div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_2904 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_2904')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_2904').socialSharePrivacy({\"services\":{\"facebook\":{\"status\":\"on\",\"txt_info\":\"2 Klicks f\\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. 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