{"id":304,"date":"2013-02-01T02:30:41","date_gmt":"2013-02-01T02:30:41","guid":{"rendered":"http:\/\/greenfilmshooting.net\/blog\/de\/?p=304"},"modified":"2019-10-03T22:23:35","modified_gmt":"2019-10-03T22:23:35","slug":"rein-in-die-richtlinien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/greenfilmshooting.net\/blog\/de\/2013\/02\/01\/rein-in-die-richtlinien\/","title":{"rendered":"Rein in die Richtlinien!"},"content":{"rendered":"<p>Die <a href=\"http:\/\/www.berlinale.de\">Berlinale<\/a> wirbt nicht nur mit Programmen und Panels f\u00fcr \u00d6kologie und Nachhaltigkeit, sondern optimiert auch ihre eigene CO2-Bilanz. Festival-Direktor Dieter Kosslick \u00fcber Biokost, Bahnfahren und eine wachsende Bewusstseinsbildung.<\/p>\n<p><em>Wie schl\u00e4gt sich das Engagement der Berlinale im Bereich \u00d6kologie und Nachhaltigkeit in der CO2-Bilanz nieder?<\/em><br \/>\nWir haben schon vor einigen Jahren die Pressef\u00e4cher und die damit verbundene Papierverschwendung abgeschafft. Die Printpublikationen wurden reduziert oder durch digitale Formate ersetzt. Seit 2011 ist der Energieversorger <a href=\"http:\/\/www.entega.de\">ENTEGA<\/a>, der seinen Strom ohne Kernkraft und Co2-frei produziert, Co-Partner der Berlinale.<br \/>\nIntern haben wir im letzten Jahr ein Umweltmanagementsystem nach <a href=\"http:\/\/www.emas.de\/\">EMAS<\/a> (Eco Management and Audit Scheme) eingef\u00fchrt, damit unsere Arbeitsweise \u00f6kologischer wird.<\/p>\n<p><em>Welche Ma\u00dfnahmen gibt es beim Festival?<\/em><br \/>\nWir setzen bei den Merchandising-Artikeln auf Nachhaltigkeit und verzichten bei den Buffets weitgehend auf Fleisch. Bei Lebensmitteln achten wir auf Zutaten aus regionalem, biologischem und fairem Anbau. Unser Wasserlieferanten Viva Con Agua leitet mindestens 60% des Erl\u00f6ses an Trinkwasserprojekte der Welthungerhilfe weiter.<br \/>\nUnser Hauptpartner BMW setzt effiziente Fahrzeuge mit Hybridtechnologie ein und der Fahrservice wird zum umweltfreundlichen Fahren geschult.<br \/>\nWir versuchen auch, die anreisenden Festivalbesucher zu \u00f6kologischem Handeln zu motivieren. Sie k\u00f6nnen auf der <a href=\"http:\/\/mail.forestcarbongroup.de\/berlinale\/web\/\">Berlinale-Homepage<\/a> ihre anreisebedingten CO2-Emissionen berechnen und durch den Erwerb eines Zertifikats kompensieren. Die Deutsche Bahn bietet f\u00fcr 99,- Euro eine Hin- und R\u00fcckfahrt zur Berlinale an.<br \/>\nDank dieser Bem\u00fchungen ist unser CO2-Aussto\u00df bereits gesunken.<\/p>\n<p><em>Hat die Kinodigitalisierung \u00f6kologisch einen positiven Effekt?<\/em><br \/>\nJa, \u00f6kologisch betrachtet ist die Kinodigitalisierung vorteilhaft. Es werden nicht nur immense Filmmaterial- und Produktionskosten gespart, sondern auch jene Kosten f\u00fcr die Vervielf\u00e4ltigung von herk\u00f6mmlichen Filmrollen. Durch die Digitalisierung k\u00f6nnen Filme sehr schnell weltweit verbreitet werden, was beim Versand zu geringeren CO2-Emissionen f\u00fchrt.<br \/>\nDabei muss aber auch bedacht werden, dass die Nutzung gro\u00dfer digitaler Speicherkapazit\u00e4ten einen entsprechenden Energieverbrauch verursacht.<\/p>\n<p><em>Die Reihe Kulinarisches Kino verbindet \u00d6kologie und Nachhaltigkeit mit Genuss und gutem Essen. Geh\u00f6rt das Klischee des M\u00fcsli essenden \u00d6kos der Vergangenheit an?<\/em><br \/>\nJa, dieses fragw\u00fcrdige Klischee ist Vergangenheit und wurde von dem Klischee ersetzt, M\u00fcsli essende \u00d6kos zu einem Klischee zu degradieren. In der gesamten Gesellschaft findet eine Bewusstseinsbildung zur nachhaltigen Ern\u00e4hrung statt, die Verbraucher werden immer kritischer \u2013 eine Folge der vielen Skandale in der Nahrungsmittelindustrie. Wir versuchen, diese Bewusstseinsbildung im <a href=\"http:\/\/www.berlinale.de\/de\/das_festival\/festival-sektionen\/kulinarisches_kino-culinary_cinema\/index.html\">Kulinarischen Kino<\/a> mit Filmen zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p><em>Brauchen auch die deutschen Filmproduzenten Nachhilfe in punkto Nachhaltigkeit?<\/em><br \/>\nDas Thema Nachhaltigkeit ist bei der Berlinale schon l\u00e4nger gegenw\u00e4rtig. Im <a href=\"http:\/\/www.efm-berlinale.de\/en\/copromarket\/previous_editions\/coproductionmarket2010_2\/Coproduction_Market_2012.php\">Co-Production-Market<\/a> 2012 wurde bei der Veranstaltung <em>Green Productions<\/em> \u00fcber \u00d6kologie in der Filmbranche gesprochen und beim Talent <a href=\"http:\/\/www.berlinale.de\/de\/branche\/berlinale_talent_campus\/index.html\">Campus<\/a>-Panel <em>Greening the Film Industry<\/em> haben Filmschaffende dar\u00fcber diskutiert, wie sich die wirtschaftliche und die \u00f6kologische Seite einer Filmproduktion verbinden l\u00e4sst.<br \/>\nSomit findet analog zur gesamtgesellschaftlichen Entwicklung auch in der Filmbranche ein Prozess zur Bewusstseinsbildung statt.<\/p>\n<p><em>Sollten die Filmf\u00f6rderungssysteme zugunsten einer gr\u00f6\u00dferen Nachaltigkeit modifiziert werden?<\/em><br \/>\nJa, selbstverst\u00e4ndlich. Wer \u00f6ffentliches Geld in Anspruch nimmt, sollte auch \u00f6ffentliche Verantwortung \u00fcbernehmen. Rein in die Richtlinien! Freiwillig passiert nur selten was.<\/p>\n<p><em>Foto: \u00a9Internationale Filmfestspiele Berlin<\/em><\/p><div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_304 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_304')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_304').socialSharePrivacy({\"services\":{\"facebook\":{\"status\":\"on\",\"txt_info\":\"2 Klicks f\\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. 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