Green Tec Day 2026

Filmförderung und die Umsetzung grüner Standards bei internationalen Ko-Produktionen sind  Thema beim Green Tec Day- Podium/Part 2, zu dem der Verband Technischer Betriebe für Film & Fernsehen (VTFF) am 16. Februar im Rahmen der Berlinale einladen.  Der erste Teil der Veranstaltung beschäftigt sich mit der Fragestellung „Wieder im Rennen – Wird der Produktionsstandort Deutschland im europäischen Wettbewerb aufschließen?“. Lange konnte sich die Bundesregierung nicht darauf verständigen, ob Streamingdienste wie Netflix & Co gesetzlich dazu verpflichtet oder auf freiwilliger Basis in den deutschen Film- und TV-Markt investieren sollen. Zuletzt hatte der VTFF und die Produzentenallianz (PA) mit einer gemeinsamen Initiative für einen Kompromiss in Form eines flexiblen Investitionsgesetzes mit Öffnungsklauseln geworben.

 

Die Lösung, die der Bundesbeauftragte für Kultur und Medien (BKM), Dr. Wolfram Weimer, verkündet hat sieht einen Investitionspakt vor, der sicherstellen soll, dass Streaminganbieter und Sender einen Beitrag zur Finanzierung deutscher und europäischer Produktionen leisten, damit mehr private Mittel in den Produktionsstandort Deutschland fließen. Dies soll mit einer angemessenen gesetzlichen Basisquote in Höhe von acht Prozent des jährlichen Nettoumsatzes mit konkreten Vorgaben für die Art der Investitionen und einer Rechteteilung mit unabhängigen Produzenten erfolgen.

 

Die Investitionsverpflichtung setzt zudem ein Anreiz für freiwillige Selbstverpflichtungen von Streamingdiensten und Sendern, die bereit sind, sich stärker zu engagieren. Bei Zusage einer Investitionsquote von zwölf Prozent oder mehr kann von den detaillierten gesetzlichen Vorgaben wie z.B. der Rechterückfall abgewichen werden. Die mit den Bundestagsfraktionen der Koalition abgestimmte Einigung soll noch vor Ostern mit einem Kabinettsbeschluss besiegelt werden. Dann soll auch die vom Bundesfinanzministerium gesperrte zweite Hälfte der Filmfördergelder in einer Gesamthöhe von 250 Millionen Euro freigegeben werden.

 

Zur Podiumsdiskussion sind verschiedene Vertreter aus der Branche und von Filmförderungen eingeladen. Die Podiumsgäste sind Inga Moser von Filseck, (Amazon Deutschland Services), Thomas Schreiber (ARD Degeto Film), Michael Polle (Polle & Hofmann Pictures), Jörg Bachmaier, (Studio Babelsberg),  Sven Pannicke, (RISE | Visual Effects Studios), Helge Albers (MOIN Filmförderung) , Jolinde Sawahn (FFA Filmförderungsanstalt) und  MinDir. Dr. Jan Ole Püschel (BKM, Abteilung K 3 – Medien, Film, Internationales).

 

Bei der Podiumsdiskussion „Grenzenlos grün? – Nachhaltigkeit bei internationalen Koproduktionen“ beschäftigt sich Vertreter der Branche und von Filmförderungen mit der Umsetzung der ökologischer Anforderungen. Mittlerweile sind die ökologischen Produktionsstandards in europäischen Ländern wie Deutschland, Österreich, Frankreich und Skandinavien zwar einander angeglichen worden, dennoch bestehen große Unterschiede bezüglich der Filmfinanzierungsoptionen, der Infrastruktur und der Verfügbarkeit von umweltfreundlichen Produktionsitteln.

 

Hinzu kommt, dass ein Großteil der CO2-Emissionen von Filmproduktionen durch Mobilität verursacht werden. Dabei stellt sich die Frage, wie angesichts der jeweils wirtschaftlich zu erbringenden Effekte ein Lösungsmodell aussehen könnte.
Auf dem Podium miteinander diskutieren Carl Bergengruen (Arbeitskreises Green Shooting/ MFG Baden-Württemberg), Patrik Axén (Nordic Ecological Standards), Nina Hauser (Österreichisches Filminstitut) und Alissa Aubenque (Ecoprod).

 

Der Green Tec Day 2026 findet am 16. Februar von 15 – 19 Uhr in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften in der Markgrafenstraße 38  in 10117 Berlin statt.

 

Illustration : © VTFF

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