Power-Paket für mobile Energieversorgung

Eine schnelle Lademöglichkeit, Betriebssicherheit sowie eine hohe Dauerleistung und Akku-Kapazität auch bei Kälte gehören zu den zentralen Anforderungen, die mobile Stromspeicher für den Einsatz am Filmset erfüllen sollten. Diese Kriterien waren ausschlaggebend beim Design des Maier Bros. “MonkeyPack“, dem neuen Lithium-Eisenphosphat-Speicher aus der Energieversorger-Schmiede Kemama.

 

Das kompakte Power-Paket mit 30 kWh Akku-Kapazität ist auf eine maximale Dauerleistung von 10 kW ausgelegt. „Damit lassen sich beispielsweise zwei 5 kW LED-Scheinwerfer drei Stunden durchgängig mit hundert Prozent Leistung betreiben“, erläutert Knut Maier, Geschäftsführer des Kölner Filmgeräteverleihs Maier Bros. Zudem kann die Betriebsdauer durch paralleles Nachladen im laufenden Betrieb verlängert werden. In den meisten Fällen reicht ein gewöhnlicher Schuko-Anschluss aus, um zwei 5 kW LED-Scheinwerfer einen ganzen Drehtag mit Strom zu versorgen.

 

Der mobile Batteriespeicher bringt inklusive Offroad-Rädern 361 kg auf die Waage. Dank Rädern, Push-Bars sowie zertifizierten Hängepunkten für Transporte per Helikopter ist diese mobile Energiequelle an jedem Ort einsetzbar. Davon profitiert haben bereits mehrere Produktionen, die MonkeyPacks zur Stromversorgung ihrer Beleuchtung eingesetzt haben. Zudem ist geplant, die Power-Pekkis in Reihe schalten zu können. „Auf der AC-Seite lassen sie sich koppeln, aber noch nicht auf der DC-Seite“, erläutert der Entwickler Conrad Keuck.

 

Um bei den Anschlüssen den Personenschutz zu gewährleisten, müssen beim Design von Batteriespeichern inzwischen zusätzliche Anforderungen erfüllt werden. Grund dafür ist die LED-Technik, bei der Schaltnetzteile integriert sind. „Diese kapazitiven Verbraucher produzieren nicht nur Sinus-förmige Fehlströme, sondern auch getaktete und glatte Gleichströme“, erklärt Keuck. „Da diese nicht von dem Federstromschalter Typ A erfasst werden, bauen wir mittlerweile den Typ B mit einem kleinen Netzteil und einer Elektronik ein, der diese Gleichstromfehler
messen kann.“

 

Mit einer Reihe von Optimierungen wartet das neueste Modell des mobilen Stromversorgers Filmhybrid 30/60 auf. „Als Fahrgestell haben wir einen emissionsarmen E-Crafter gewählt“, berichtet die Kemama-Geschäftsführerin Judith Mann. Geblieben sind die 115 kWh Akku Kapazität und 60 kW Dauer-Ausgangsleistung. Ein Range Extender wird bei diesem neuen Modell nicht verbaut, aber es gibt die Möglichkeit, den Filmhybrid 30/60 im laufenden Betrieb über beliebige Stromquellen nachzuladen.

 

 

„Ein großer Vorteil ist, dass der Akku nun schnell-ladefähig ist und mit 100 kW in kurzer Zeit wieder aufgeladen werden kann“, sagt Keuck. „Bei einem Ladezustand von zehnProzent lässt sich der Akku in einer Stunde zu achtzig Prozent laden und ist ist ist damit wieder einsatzfähig.“

 

Fotos: © Maike Maier, Kemama

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