Nachhaltiges Verhalten als Überlebensprinzip

Beim MIA Market in Rom haben die  Sardegna Film Commission, die Trentino Film Commission sowie die Torino-Piemonte Film Commission ihre Ansätze und Konzepte vorgestellt, wie die grüne Filmproduktion in Italien angekurbelt werden soll. Um bestimmte Standards für die nachhaltige Produktion zu setzen, werden die italienischen Film Commissions jeweils das Edison Green Movie-Protokoll adaptieren.

 

Initiiert worden ist dies von Carlo Cresto-Dina, der als Produzent die Firma Tempesta Film Productions betreibt und zuvor für den Energiekonzern Edison tätig war, für den er grüne Richtlinien entwickelt hat, die an denen vom PGA Green in den USA orientiert waren. Nachdem seinem Fortgang von Edison hat er eigene grüne Richtlinien kreiert, während der Stromkonzern das Edison Green Movie-Protokoll aufgelegt hat. Bis 2014 gab es in Italien allerdings nur einzelne Produktionen oder Firmen, die auf grüne Produktion gesetzt haben.

 

IMG_1811Dank der neuen Kooperation zwischen den Film Commissions in Sardinien,  Trentino und Turin-Piemonte erhält die grüne Produktion in Italien jetzt Aufwind. „In Trentino verfügen wir bereits über Öko-Label für Restaurants, Catering und Events“, berichtet Luca Ferrario von der Trentino Film Commission. Als erster grüner Film in  Trentino soll Resina von Renzo Carbonera  produziert werden.  „Mein  Film handelt von einer jungen Musikerin, die es in der Großstadt nicht schafft, ihre Musik-Karriere voranzutreiben“, erklärt der Filmemacher. „Sie kehrt in ihre Heimat zurück, wo sie Leiterin eines Männerchors wird, der kurz davor steht, auseinander zu brechen.“

 

„In bestimmten Regionen in Italien ist nachhaltiges Handeln eine Frage des Überlebens", unterstreicht Nevina Satta, Leiterin der Film Commission in Sardinien. „Inseln wie Sardinien können mit Maßnahmen wie  Recycling oder Energiesparen nicht länger warten." Dabei sei es wichtig, den Produzenten zu vermitteln, dass ökologisches Verhalten sich durchaus auch ökonomisch auszahlt.  „Nachhaltiges Verhalten ist notwendig, um eine gute Beziehung zu den lokalen Gemeinden aufzubauen, weil das zeigt, dass sie respektiert werden, wodurch eine gute Arbeitsgrundlage geschaffen wird", resümiert Nevina Satta. „Wir sind davon überzeugt, dass die grünen Richtlinien zudem neue Investoren anziehen und eine wichtige Rolle bei der Imagewerbung spielen werden, die längst noch nicht ausgeschöpft ist."

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