Das Material der Zukunft: Holz

Ein junger französischer Architekt hat eine innovative Erfindung zur Bekämpfung des Klimawandels entwickelt . „Die Baubranche ist für den jährlichen Ausstoß von 2,5 Milliarden Tonnen CO2 verantwortlich. Das sind mehr Emissionen, als alle Autos auf der Welt zusammen verursachen“, unterstreicht Boitouzet. „Im Jahr 2030 werden sechs Milliarden Menschen in Städten leben. Wir brauchen neue Materialien und Technologien, um dichter, höher und auch umweltfreundlicher zu bauen.“

 

 

Während seines Architekturstudiums im japanischen Kyoto begann der damals 20-Jährige, sich für Holz als Baustoff zu interessieren. „Holz ist ein über 420 Millionen Jahre altes Naturprodukt, das über eine extrem gute Beschaffenheit verfügt“, sagt Boitouzet. „Es ist der einzige nachwachsende Rohstoff, der CO2 speichern kann.“ Wenn ein Baum wächst, gibt er Sauerstoff ab und absorbiert CO2 in seiner Zellstruktur. „Das ist einzigartig. Statt neue Materialien für den Häuserbau zu produzieren, wodurch CO2 freigesetzt wird, können wir Holz verwenden und CO2 in den Gebäuden speichern“, sagt der junge Architekt, für den Holz das Material der Zukunft ist.

 

 

Doch Holz hat vier Beschränkungen: „Es brennt, es verrottet, es kann nicht sehr hoch damit gebaut werden und es ist teuer, da es alle drei Jahre versiegelt werden muss. Holz oxidiert, wenn es Luft und Feuchtigkeit ausgesetzt ist und wird grau. Es ist schwierig, Holz zu pflegen.“ Deshalb beschloss Boitouzet, sich das Material näher
 unter dem Mikroskop anzusehen. Er ging nach Harvard,
 um sich beim Studium der Molekularbiologie und Materialforschung auf Holz zu konzentrieren und dessen Eigenschaften zu verbessern.

 

„Holz besteht zu 60 bis 90 Prozent aus Luft. Wenn ein Baum gefällt und das Holz getrocknet ist, wird seine Struktur völlig leer. Als Architekt versuche ich zu verstehen, wie die Struktur des Materials beschaffen ist und wodurch sie zusammengehalten
wird.“ Boitouzet extrahiert das Lignin aus dem Holz und ersetzt es mit biobasierten Monomeren. „Dadurch wird das Holz extrem stark, fest und robust.“

 

 

Nachdem diese Technologie 2015 patentiert wurde, arbeitet seine Pariser Firma Woodoo an weiteren Patenten. Durch diesen grundlegenden Eingriff wird das Holz lichtdurchlässig. „Die optische Qualität des Materials ist für Luxusmöbel- und Design-Branchen attraktiv.“ Woodoo erhält auch Anfragen aus der Filmbranche. „Das Material besitzt eine ästhetische Qualität, die beim Kulissenbau sehr gefragt ist, weil das lichtdurchlässige Holz das Licht unterschiedlich filtert.“ Durch die Bearbeitung von Holz aus niedriger Qualität kann Woodoo hochwertigeres Material produzieren, das zugleich wettbewerbsfähig ist. Das Holz, das heute für Setbauten eingesetzt wird, ist oftmals mit giftigen Chemikalien behandelt worden, damit es wasserfest und feuerbeständig wird. „Unsere Alternative ist komplett nachhaltig und recycelbar.“

 
„Holz ist eines der ältesten Baustoffe der Menschheitsgeschichte, aber es kann auch der modernste
 Stoff des 21. Jahrhunderts werden“, betont
 Boitouzet. „Wenn das 19. Jahrhundert das Zeitalter des Stahls war und das 20. Jahrhundert das Zeitalter des Betons, dann wird das 21. Jahrhundert das Zeitalter des Holzes für die Baubranche werden.”

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