Grüne Berlinale Events

Bei der diesjährigen Berlinale finden diverse Events zum Thema grüne Filmproduktion statt. Neben der internationalen Veranstaltung Green Film Production 2.0 – Beyond reusable coffee cups zum Auftakt am Freitag folgen täglich Informations- und Gesprächsrunden rund um das Thema Nachhaltigkeit in der Filmproduktion. Erstmalig greift die Motion Picture Association (MPA) die Thematik im Rahmen ihres jährlichen Branchenempfangs am Potsdamer Platz auf.

 

Um Nachhaltigkeit in der Filmproduktion geht ebenfalls es am Samstagnachmittag bei der Berlinale Open House-Veranstaltung The Show Must Go Green in der Berlinale Audi Lounge. Zu den Experten, welche die Moderatorin Nina Sonnenberg dort befragt, gehören der UN-Klimabotschafter Lucas di Grassi, Green Film Shooting-Herausgeberin Birgit Heidsiek sowie die Produzentin Antra Cilinsnka, die mit Jelgava’94 den ersten grün hergestellten Film in Lettland produziert hat.

 

Am Sonntagmorgen steht das Thema Nachhaltigkeit erstmalig beim European Film Market auf der Agenda. Unter dem Titel sustainABILITY: New Green Skills, Tools and Models for Industry-Wide Transformation werden Ansätze und Konzepte in verschiedenen Vorträgen und Talkrunden vorgestellt. Dazu gehört unter anderem ein Gespräch des EFM-Leiters Matthijs Wouter Knol mit Jacob Bilabel, dem Gründer der Green Music Initiative.

 

Sowohl auf deutscher als auch auf internationaler Ebene finden verschiedene Branchentalks statt, bei denen sich Experten  austauschen. Mehr Klima- und Umweltschutz beim Drehen gehört zu den Zielsetzungen der gemeinsamen Nachhaltigkeitsinitiative von Filmbranche und BKM, mit der ein bundesweites Zertifikat sowie eine Selbstverpflichtung der Branche für grünes Drehen angestrebt wird.

 

Bisher noch kein Thema war Nachhaltigkeit für das europäische Förderprogramm Creative Europe MEDIA, was sich im Zuge des Green Deals der EU nun ändern soll. Beim European Film Forum wird der Fokus erstmals auf Nachhaltigkeit in der Film- und Medienindustrie gesetzt. Bei der Veranstaltung Greener Pastures: Towards  Sustainable Audiovisual Industry werden exemplarisch einige Best Practice-Beispiele vorgestellt. Einen weiteren Ausblick gibt Lucia Recalde, Leiterin des Creative Europe MEDIA-Programms, die sich bereits bei der Diskussionsrunde Green Film Production 2.0 – Beyond reusable coffee cups  mit Vertretern verschiedenen nationaler und regionalen Filmförderungen über Auflagen und Anreize austauschen wird.

 

Foto: @ Alexander Janetzko/Berlinale

 

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