ARTE-Dokus zur Weltklimakonferenz

Die Zunahme von Extremwetterereignissen, Dürre, Hitze, Starkregen, Stürme und Überschwemmungen gehören zu den Folgen des Klimawandels. Die Fakten sind bereits seit der ersten Klimakonferenz 1979 in Genf bekannt, aber es wurde nicht darauf reagiert. Beim COP21 im Jahr 2015 in Paris haben sich 192 Staaten auf das 1,5 Grad-Ziel geeinigt, aber als einziges Land hat seitdem nur Gamibia  seine CO2-Emissionen reduziert. Sofern sich diese Entwicklung fortsetzt, wird eine Erderwärmung auf 2,7 Grad prognostiziert. Bis zum Jahr 2030 werden die weltweiten CO2-Emissionen im Vergleich zu 2010 um 16 Prozent  zunehmen, denn China strebt erst 2060 die Klimaneutralität an und Indien bis 2070.

 

Wenn gegen den Treibhauseffekt nicht globale Maßnahmen ergriffen werden und die Erde sich weiter aufheizt, ist der sogenannte Tipping Point bald erreicht, der die Menschheit existenziell bedroht. Obwohl Wissenschaftler seit Jahrzehnten davor warnen und die Lösungen für die Klimakrise längst bekannt sind, debattieren die Regierungschefs auf Konferenzen und Klimagipfeln seit Jahren, ohne zu einem Ergebnis zu kommen. Dieses gesellschaftspolitische Phänomen ist Thema der Dokumentation Aufgeheizt – Der Kampf ums Klima: Im Maschinenraum der Klimapolitik, die der deutsch-französische Kulturkanal Arte im Rahmen seiner Themenabende zur Weltklimakonferenz produziert hat.

 

In der Dokumentation Die Katastrophe ist hausgemacht bestätigen Wissenschaftler, dass in Europa Dürre herrscht – mit drastischen Folgen für die Landwirtschaft, die Wälder und unser Leben. Die Dokumentation geht anhand von Beispielen in Deutschland, Frankreich, Spanien und Rumänien der Frage nach, wie weit diese Katastrophe jenseits des Klimawandels selbst verschuldet ist. In Auf dem Trockenen – Wie Großkonzerne unsere Wasserressourcen ausbeuten geht es um Beispiele bekannter Flaschenwasser-Marken aus Deutschland und Frankreich. Die Dokumentation enthüllt, wie dreist Unternehmen ganz offensichtlich politische Entscheidungen beeinflussen, wie sich betroffene Bewohner dagegen wehren und welche irreversiblen Schäden das Geschäft mit dem Durst bereits angerichtet hat.

 

Während der Trend weltweit zu einer Rekommunalisierung der Trinkwasserversorgung und Abwasseraufbereitung geht, geraten die öffentlichen Versorgungsunternehmen in Europa unter zunehmendem Privatisierungsdruck, wie der Film Bis zum letzten Tropfen – Europas geheimer Wasserkrieg offenlegt. Auch hier geht es um die Interessen von Unternehmen und den stillen Kampf um die überlebenswichtigste Ressource. Außerdem gibt es umweltbewusste Klimasünder, die sich mit biologisch angebauten Gemüse ernähren, aber nach Mallorca fliegen, was Thema in der Doku Mein Fußabdruck, das Klima und ich ist.

 

Der Klimawandel ließ sich bereits 1988 mit 99prozentiger Sicherheit voraussagen, wie in der Dokumentation Klimawandel – Die Macht der Lobbyisten belegt wird. Der Treibhausgaseffekt ist damals vom US-Senat bestätigt worden, doch die großen Erdölkonzerne haben die Beweise für den Klimawandel unterschlagen und die Wahrnehmung der Öffentlichkeit über diese Umweltbedrohung manipuliert.

 

Die Dokumentationen zum Thema Klimawandel stehen online in der ARTE-Mediathek. 

 

Fotos: © The White House, Public domain, via Wikimedia Commons, Eveline de Bruin/Pixabay

 

 

 

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