Das grüne Konzept geht auf

Die in Köln ansässige Sony Pictures Film und Fernsehproduktion, auf deren Konto jedes Jahr rund 4.400 Sendeminuten für Serien, TV-Movies, Comedies, Shows und Dokutainment gehen, hat erstmals auf klimafreundliche Produktion gesetzt. Davon haben bereits die ZDF-Krimi-Reihe Heldt, die RTL-Serie Der Lehrer sowie die ZDF-Sitcom Alles nach Plan profitiert.

 

Zum nachhaltigen Produzieren inspiriert worden ist der Herstellungsleiter Aurel Beck von der Green Pictures Group, die im Frühjahr 2014 gemeinsam mit der EnergieAgentur.NRW erstmals ein grüne Informationsveranstaltung für die Film- und Fernsehbranche in Köln veranstaltet hat. Dabei wurden den Produzenten die international erprobten Best Practice-Empfehlungen vorgestellt, die von Ökostrom, vegetarischem Catering und energieeffizienten Transporten bis hin zur Mülltrennung reichen.

 
image-1Bei der Umsetzung dieser Maßnahmen hat Katja Schwarz mit ihrer Tolle Idee!-Agentur das Team der Sony Pictures Film und Fernsehproduktion beraten. Zunächst wurden für die Produktionsbüros und Festmotive Verträge mit einem Öko-Stromanbieter umgestellt, wodurch im ersten halben Jahr 7,5 t CO2 eingespart werden konnten. Nach dieser erfolgreichen Maßnahme soll nun auch der Hauptsitz in Köln mit Strom aus erneuerbaren Energien gespeist werden. Weitere Treibhausgas-Emissionen wurden dadurch reduziert, dass die Schauspieler, Regisseure und Produktions-Crew statt dem Flieger mit der Bahn reisten, was zugleich Kosten in Höhe von rund 14.000 Euro sparte. Besonders beliebt sind bei den Sony-Mitarbeitern die firmeneigenen Fahrräder, die für kurze Wege in der Stadt benutzt werden.

 
Zu den weiteren grünen Maßnahmen gehörten der Einsatz von Recyclingpapier sowie Mehrwegbechern beim Catering. Bei der Produktion der drei Serienstaffeln von Heldt, Der Lehrer und Alles nach Plan wären normalerweise 141.000 Becher angefallen. Dank der Erfindung eines „Umwelt-Heldenbecher“ wurde der Verbrauch von 500 Plastikbechern auf rund 100 pro Tag reduziert, die bei der Entsorgung getrennt wurden. Um den Müll auch bei Außendrehs in Papier, Plastik, Bio- und Restmüll separieren zu können, bauten die Mitarbeiter einen Hotel-Trolly um.

 

image-2Die Schauspieler und Regisseure spielten beim grünen Drehen ebenfalls mit. „Wenn ein Hauptdarsteller wie Kai Schumann, Hendrik Duryn oder Alexander Schubert mitzieht”, erklärt der Produktionsleiter Aurel Beck, „dann entwickelt das Thema Nachhaltigkeit auch in der internen Kommunikation Strahlkraft und Dynamik.“ Katja Schwarz zieht eine positive Bilanz: „So eine deutliche Entwicklung wie bei Sony ist sehr ermutigend.“

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