ECOCUP Festival begrünt Moskau

Die achte Ausgabe des grünen Dokumentatfilmfestivals  ECOCUP, das als einziges russisches Mitglied dem Green Film Network, einem internationalen Zusammenschluss verschiedener Umweltfilmfestivals angehört, konnte zum Auftakt doppelt so viel Besucher wie im Vorjahr verzeichnen. Eröffnet worden ist ECOCUP am 24. Februar in Moskau mit der Premiere des russischen Dokumentarfilms  Born to be free von Gayane Petrosyan. Mit investigativen Recherchen versuchen drei ambitionierte Taucherinnen in Russland herauszufinden, wie und wo die Beluga-Wale gefangen werden, die in kleinen, schmutzigen Tanks gehalten und  gewinnbringend  weltweit verkauft werden, um mit ihnen lukrative Entertainment-Shows in Delphenarien zu veranstalten.  Die beeindruckvolle Doku, welche die Aktivistinnen persönlich in Moskau vorgestellt haben, wird bereits mit dem preisgekrönten Film Die Bucht von Louie Psihoyos verglichen, der auch in dieses Filmprojekt involviert war.

 

Auf dem Filmprogramm beim ECOCUP Film Festival stehn Dokumentarfilme aus der ganzen Welt, die sich mit ökologischen Themen auseinandersetzen wie The age of consequences von Jarred P. Scott, Honey hunters von Kristian Matysek und Babushkas of Chernobyl von Holly Morris.

 

 

 

Vor allem Russland ist in diesen Jahr stark im Programm vertreten. Zu dn Beiträgen gehört 24 Snow von Mikhail Barynin, der im NATIVe-Programm bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin in diesem Jahr seine Weltpremiere gefeiert hat. Im Zentrum von 24 Snow steht ein Nomade, der sich der traditionellen Pferdezucht verschrieben hat und strenge Winter in der Taiga überstehen muss. Zu den international erflgreichsten russischen Dokus der letzten Jahre zählt Small people. Big trees , in dem Vadim Vitovtsev den Einfluss der westlichen Kultur auf die Pygmien zeigt, einem Stamm der kleinsten Menmschen der Welt, die in Zentralafrika leben. Anstatt die alten Rituale fortzuführen, möchten die jungen Stammesmitglieder lieber von den Errungenschaften der Moderne und den neuen technologische Entwicklungen profitieren.

 

Neben dem Filmprogramm bietet das Festival ein Rahmenrogramm mit Informations- und Diskussionsveranstaltungen. Dazu gehört ein interaktiver Workshop mit dem Wal- und Hai-Aktivisten und Dokumentarfilmregisseur Erin Calmes sowie ein Gespräch mit der Green Film Shooting-Herausgeberin  Birgit Heidsiek, die auf Einladung des Goethe Instituts nach Moskau gereist ist. Das ECOCUP Film Festival findet bis zum 2. März in Moskau statt. Darüber hinaus wird das unabhängige Festival in weiteren russischen Städten präsentiert, wo Filme gezeigt werden und Diskussionsveranstaltungen stattfinden.

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