Gemeinsam können wir etwas bewegen

„Diese drei Tage haben uns verändert. Von jetzt an, können wir gemeinsam etwas bewegen“, lautete das Fazit von Nevina Satta, Leiterin der Sardinien Film Commission, die über 100 Produzenten, Filmmacher, Filmförderungs- und Festivalvertreter zur European Cinema & Audiovisual Days nach Cagliari eingeladen hatte. Bei diesem Event tauschten die Filmexperten Informationen über nachhaltige Ansätze, Methoden und Projekte aus.

 

Bisher ist der Flanders Audiovisual Fund in Belgien die einzige Filmförderungsinstitution bei der die Produzenten gefordert sind, ihren CO2-Fußabdruck vorzulegen, um die letzte Rare der Produktionsförderung zu erhalten. In den anderen europäischen Ländern sind die Öko-Kriterien noch nicht in den Filmförderrichtlinien enthalten. „Das ist nur noch eine Frage der Zeit“, konstatiert Joanna Gallardo, Koodinator der französischen Organisation Ecoprod, welche eine grüne Charta aufgelegt hat, um große Unternehmen zu strategischen Investitionen zu bewegen. Die französische Filmförderungsinstitiutio CNC unterstützt Studios und AV-Dienstleister mit 40 bis 60 Prozent der Kosten für umweltfreundliche Investitionen.

 

„Nachhaltigkeit hat auch eine wirtschaftliche Auswirkung auf unsere Branche, weil es dabei um Effizienz geht“, erklärt Gianluca Della Campa, der für die europäischen Energieversorger Edison in Italien und Frankreich tätig ist. Das Unternehmen hat für Filmproduktionen, die bis zu 20 Prozent ihrer Emissionen einsparen, das grüne Edison Film-Protokoll entwickelt. Zu den italienischen Filmen, die ihre CO2-Emissionen reduziert haben, gehören das preisgekrönte Drama Human Capital von Paolo Virzi sowie Meadows Will Grow Again von Ermanno Olmi.

 
Während Festivals wie Drap-Art in Barcelona kreative Möglichkeiten aufzeigen, wie sich selbst Material wiederverwerten lässt, zeigt das Festival CinemAmbiente Torino  nicht nur schockierende Filme über den Klimawandel, sondern organisiert auch öffentliche Events, um das Thema Lebensmittelverschwendung auf den Tisch zu bringen. Bei einem Open Air-Lunch in Turin konnten über 3.000 Menschen ein Essen probieren, das ausschließlich aus Zutaten zubereitet worden ist, die in Supermärkten entsorgt worden sind.

 

Geschmack ist auch ein zentrales Thema, wenn es um Wein geht. Der Weinspezialist Charlie Arturaola hat in Cagliari den Trailer der neuen Komödie The Duel of Wine vorgeführt, die als Sequel The Ways of Wine fortsetzt, der 2011 bei der Berlinale im Kulinarischen Kino lief.

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