Der Grüne Drehpass reist nach Cannes

Der deutsch-türkische Autor, Regisseur und Produzent Fatih Akin konkurriert mit seinem neuen Film Aus dem Nichts um die Goldene Palme im Wettbewerb der 70. Internationalen Filmfestspiele in Cannes. Sein neues Werk, das er überwiegend in Hamburg sowie zum Teil in Griechenland gedreht hat, ist von der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein mit dem Grünen Drehpass ausgezeichnet worden. Bei der Produktion dieses Films wurde auf eine umweltschonende Herstellung geachtet. Zu den nachhaltigen Maßnahmen gehörten die Einsparung von Papier dank der digital verschickten Dispo sowie tägliche Umwelt-Tipps. Beim Catering wurde auf Essen aus der Region gesetzt und die Getränke statt in Plastikbechern  in Thermobechern ausgeschenkt.

 

Die Hauptrolle in dieser deutsch-französischen Koproduktion, für die Bombero International und die Pariser Macassar Production verantwortlich zeichnen, spielt Hollywoodstar Diane Kruger. Für die deutsche Schauspielerin, die schon lange einmal mit Fatih Akin  arbeiten wollte, ist dies die erste deutschsprachige Rolle. Sie spielt in diesem Film eine Mutter, deren Lebenszentrum ihre Familie ist. Als sie "Aus dem Nichts" Ehemann und Kind durch einen Bombenanschlag verliert, kommt sie mit diesem Schmerz nicht zurecht und sucht Gerechtigkeit.

 

 

Aus dem Nichts ist der erste mit dem Grünen Drehpass prämierte Film, der in Cannes in das Rennen um die Goldene Palme geschickt wird.  Für ihre Produktion mit dem Grünen Drehpass ausgezeichnet worden ist auch die deutsche Produzentin Verena Gräfe-Höft, die von der European Film Promotion auf der Croisette in Cannes als Producer on the Move 2017 vorgestellt wird. Bei der Produktion von Antboy 3, dem Actionabenteuer von Ask Hasselbach über einen jugendlichen Superhelden, ist Verena Gräfe-Höft verschiedenen grünen Empfehlungen gefolgt. Das Team dieser deutsch-dänischen Koproduktion hat auf den Gebrauch von Plastik am Set verzichtet, auf strikte Mülltrennung geachtet sowie Fahrgemeinschaften gebildet.

 

"Bei allen Filmen, die ich bisher produziert habe, haben wir auf umweltfreundliche Maßnahmen gesetzt", erklärt Verena Gräfe-Höft. "Wir haben schon bei Tore tanzt Fahrgemeinschaften gebildet und den Müll getrennt, weil wir dadurch Kosten sparen konnten." Das Spielfilmdebüt von Katrin Gebbe ist 2013 beim Festival in Cannes in der Un Certain Regard präsentiert worden.

 

 

Fotos: Bombero International/ Warner Bros., Juna Film/ Thomas Leidig

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