Grüne Produktion wird im neuen FFG Pflicht

Im neuen Filmförderungsgesetz, das voraussichtlich am 1. Januar 2022 in Kraft tritt, sollen Mittel zur Projektfilmförderung sowie auch die Referenzfilmförderung erstmals an ökologische Maßnahmen gekoppelt werden. Dies sieht der Referentenentwurf der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien vor. Förderhilfen gemäß § 59 werden nur gewährt, „wenn bei der Herstellung des Films wirksame Maßnahmen zur Förderung der ökologischen Nachhaltigkeit getroffen werden.“ Die Einzelheiten dazu soll eine Richtlinie des Verwaltungsrats regeln, die bislang noch nicht näher ausgeführt ist.

 

Gemäß § 84 Absatz 1 Satz 2 soll dies entsprechend auch für Filme gelten, die unter der Verwendung von Referenzmitteln hergestellt werden. Das Ziel ist die spürbar ökologischere Herstellung von Kinofilmen und die damit einhergehende deutliche Reduzierung des CO2-Ausstoßes und sonstiger umweltschädigender Immissionen der deutschen Filmproduktionswirtschaft.

 

Eine Ergänzung in § 67 sieht vor, dass geförderte Produktionen eine Klimabilanz erstellen müssen, die mittels eines CO2-Rechners Aufschluss über Ausstoß von Treibhausgasen gibt, der durch die Produktion des Films verursacht worden ist. Der Nachweis über den ökologischen Fußabdruck ist gegenüber der Filmförderungsanstalt vorzulegen. Voraussetzung dafür ist die Nutzung eines dem Stand der Technik entsprechenden CO2- Rechners.

 

„Die Vorschrift dient der Sensibilisierung und Bewusstseinsbildung von Filmschaffenden über die CO2-Bilanz ihrer Filmproduktionen und der Schaffung einer Datengrundlage zu den Auswirkungen der deutschen Filmwirtschaft auf Klima und Umwelt“, heißt es im Referentenentwurf. „Sie ist erforderlich, um zukünftige Maßnahmen der Filmwirtschaft zur ressourcen- und klimaschonenden Produktion entwickeln und wirksam einsetzen zu können.“

 

Die verbindliche Umsetzung von wirksamen Maßnahmen für eine nachhaltige Filmproduktion soll zur Erreichung der Ziele im Bereich "Nachhaltige Produktion" der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie beitragen. „Dadurch wird u.a. die ökologische und ressourcenschonende Produktion von Kinofilmen gefördert und ein Beitrag zum nachhaltigem Wirtschaften geleistet.“

 

Foto: Zolnierek/Shutterstock.com

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