Betteries @One World Film Festival

Bei der 21. Ausgabe des One World Film International Documentary Festivals, das in diesem Jahr einen Schwerpunkt auf Dokumentarfilme zum Klimawandel legt, sind Umweltschutz und Nachhaltigkeit nicht nur auf der Leinwand ein Thema. Bei der Panel-Diskussion Ökologische Nachhaltigkeit auf Filmfestivals unter den Rahmenbedingungen von COVID-19, die in Kooperation mit der Slovak Film Commission stattfindet, geht es um die Herausforderung, wie sich Festivals umweltfreundlicher umsetzen lassen. An der Gesprächsrunde nehmen die One World-Festivalleiterin Eva Križková, Luboš Slovák, Umweltbeeauftragte des Internationalen Dokumentarfilmfestivals Jihlava, die betteries-Managerin Virginia Turner Taborda und Green Film Shooting-Herausgeberin Birgit Heidsiek teil.

 

Wie sich CO2-Emissionen schon bei der Produktion eines Films reduzieren lassen, kann der Gewinner des Slowakischen und Tschechischen Wettbewerbsprogramms bei seinem nächsten Filmprojekt testen. Das One World Film Festival vergibt in Kooperation mit Green Film Shooting den Hauptpreis, welcher den kostenlosen Einsatz des betteries-Energiesystems bei einer Filmproduktion beinhaltet. Das betteries-System, für das gebrauchte Batterien aus Elektrofahrzeugen aufgearbeitet werden, kann 3 kWh bis 12 kWh Energie speichern, ist schnellladefähig und liefert bis zu 5 kW elektrische Gleich- und Wechselstromleistung. Die modular aufgebauten Batterie-Einheiten können horizontal oder vertikal gestapelt werden. Die Aufladung der Batterien kann sowohl per Stromnetz als auch mit Hilfe unterschiedlicher Energiequellen wie Photovoltaik, Wind- und Wasserkraft erfolgen.

 

 

Die betteries, mit denen Batterien aus Elektrofahrzeugen (EVs) nach den Prinzipien der Kreislaufwirtschaft ein zweites Leben erhalten, sind robust, wasserdicht und somit perfekt für Außendrehs einsetzbar. Dank Wi-Fi und GPS können betteries-Systeme über eine IoT-Plattform ferngesteuert und überwacht werden. Das Berliner Unternehmen hat dieses multifunktionale Energiesystem entwickelt, um Menschen in Schwellenländern Zugang zu mobiler und erschwinglicher Energie zu liefern. Diese Lösung ist für die E-Mobilität, den netzunabhängigen Betrieb und eine netzgebundene Notstromversorgung einsetzbar. Die emissionsarmen betteries-Systeme, die weniger als unter 35 kg wiegen, können Filmproduktionen als Alternative zum klassischen Generator am Set testen.

 

Beim One World Film Festival stehen vom 5. bis zum 11. November insgesamt rund 50 Dokumentarfilme sowie zahlreiche Diskussionen auf dem Programm. Dazu gehören neun Filme zum Thema Umwelt und Nachhaltigkeit wie der satirische Film The Czechs Are Excellent Mushroom Pickers, in dem Apolena Rychlíková aus der Perspektive von Außerirdischen verständnislos die wachsende Umweltzerstörung auf der Erde verfolgt. Während der australische Filmemacher Damon Gameau in seiner Doku 2040 pragmatisch umweltfreundliche Lösungen aufzeigt, setzt Viera Čákanyová in der tschechisch-slowakischen Koproduktion Frem auf distanzierte Beobachtungen und gedankliche Fragmente.

 

Aus den USA kommt John Chesters preisgekrönte Doku Unsere große kleine Farm über ökologischen Landbau. In dem Doku-Thriller Sea of Shadows beleuchtet Richard Ladkani die Machenschaften einer skrupellosen Fisch-Mafia, währmd Jared P. Scotts Doku The Great Green Wall Einblick in ein gigantisches afrikanisches Aufforstungsprojekt gibt. Mit der Umwelt und dem Erdboden beschäftigen sich der österreichische Filmemacher Nikolaus Geyrhalter in Erde sowie die griechische Dokumentarfilmemacherin Marianna Econos mit ihrer surrealen Geschichte When Tomatoes Met Wagner über ungewöhnliche Methoden der Tomatenzucht.

 

Das One World International Film Festival findet in diesem Jahr aufgrund der COVID-19-Pandemie ausschließlich im Online-Format statt.

 

Fotos/Videos: ©betteries, One World Festival, Prokino

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