EFA vergibt Europäischen Nachhaligkeitspreis

Bei der Verleihung der 35. Europäischen Filmpreise, die am 10. Dezember in Reykjavik in Island stattfand, haben die Europäische Filmakademie und Connect4Climate zum ersten Mal einen Nachhaltigkeitspreis vergeben. Das Ziel des Europäischen Nachhaltigkeitspreises ist es, nicht nur Filme zu prämieren, die nach den gängigen Nachhaltigkeitsstandards produziert worden sind, sondern die Filmbranche dazu anzuregen, ihren einflusssreiche Rolle dafür zu nutzen, nachhaltige Ansätze in der Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt umzusetzen, die eine Auswirkung auf das Leben jedes Einzelnen besitzen.

 

Mit dem neuen Europäischen Nachhaltigkeitspreis ist das ambitionierte Programm European Green Deal ausgezeichnet wordem, das die Europäische Kommission unter der Präsidenschaft  von Ursula von der Leyen initiert hat. Die Initiative Connect4Climate, die als Kommunikationsprojekt für Klimaschutz von der Weltbank unterstützt wird, arbeitet mit Filmemachern, Produzenten und Organisationen zusammen, die sich in Form von Inhalten und Maßnahmen im Produktionsbereich für Klimaschutz in der Filmproduktion engagieren. Anlässlich der Klimakonferenz COP21 in Paris hat Green Film Shooting 2015 mit Unterstützng von Connect4Climate die Sonderausgabe Eco Cop produziert.

 

Die Europäische Filmakademie versucht auch ihren Mitgliedern ein Bewusstsein für Klimaschutz zu vermitteln, die zur Preisverleihung nach Island gereist sind. Um die CO2-Emissionen zu kompensieren, die durch die Flüge nach Reykjavik entstanden sind, können die Gäste finanziell die Pflanzung eines Europäischen Filmwalds unterstützen. Dieses Projekt wird von der isländischen Forstvereinigung koordiniert.

 

Der Klimawandel war auch ein Thema für die Mitglieder der Jugendjury, die den Film Animal von Cyril Dion zum besten europäischen Jugendfilm gekürt haben. In diesem Film geht es um das Massensterben zahreicher Tierarten, die durch das Verhalten der Menschen augerottet werden.

 

Der Europäische Filmpreis der Universitäten (EUFA) ging an die Doku EO von dem polnischen Regisseur Jerzy Skolimowski, der eine Geschichte aus der Perspektive eines Esels erzählt, der nach seiner Befreiung aus einem Wanderzirkus eine abenteuerliche Reise erlebt. Die meisten Filmszenen hat der preisgekrönte Kameramann Michael Dymek mit natürlichem Licht aufgenommen. EO hatte bereits den Jurypreis bei den Filmfestspielen 2022 in Cannes gewonnen und ist als polnischer Beitrag um den  besten internationalen Film ins Oscar-Rennen geschickt worden.

 

 

Foto: © Sigurjon Ragnar/European Film Academy

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