Repairing, refurbishing, retrofitting

Die Zeiten, in denen Kinoprojektoren ewig zu halten schienen, sind vorbei. Aber auch im digitalen Zeitalter sind Reparatur und Umrüstung eine Option. Während Laserprojektoren zum Standard avancieren und einige Hersteller bereits die Produktion von Projektoren mit Xenon-Kurzbogenlampen eingestellt haben, kämpfen viele Kinobetreiber mit den Investitionskosten für das neue Equipment. Die Preise sind beachtlich und die neuen Projektoren nicht unbedingt immer verfügbar. Daher erweisen sich Umrüstungen als praktikable Alternativlösung.

 

„Die Nachfrage wächst aufgrund der steigenden Energiekosten“, sagt Olivier Douet, Inhaber des französischen Unternehmens La Cabinerie, das für viele Projektoren unterschiedlicher Marken Originalersatzteile liefern kann. Die Reparatur von Kinoprojektoren spart nicht nur Kosten für die Kunden, sondern auch wertvolle Ressourcen. „Das Herzstück eines Projektors ist die DLP Light Engine, die auf 100.000 Betriebsstunden ausgelegt ist, mit den DLP Chip-Karten. Die anderen Teilekönnen durch unsere Nachrüstsätze ersetzt werden“, erklärt Olivier Douet. „Wir können auch Komponenten austauschen, die verschleißen wie Lüfter, Pumpen, Filter und Flüssigkeiten.“

 

Seiner Einschätzung zufolge kann die Lebensdauer eines Kinoprojektors um fünfzehn Jahre oder mehr verlängert werden.Wenn ein Projektor umgerüstet wird, erfolgt in den meisten Fällen der Umbau auf Laserprojektion. Durch den Austausch der Xenon-Lampen mit einem Laser-Upgrade wird nicht nur die Energieeffizienz gesteigert, sondern auch die Lebensdauer des Projektors. „Der Laser ist ökonomischer. Im Vergleich zu Xenon wird der Stromverbrauch um 65 bis 70 Prozent reduziert“, unterstreicht Olivier Douet, „und es müssen keine Projektionslampen mehr entsorgt werden.“

 

 

Auf die Umrüstung gibt La Cabinerie eine Gewährleistung. Die Garantie für das Lasermodul beträgt 27 bis 60 Monate oder 20.000 bis 30.000 Stunden. Hersteller wie Barco bieten sogar eine Garantieverlängrung für den kompletten Projektor bis zu einer Laufzeit von dreizehn Jahren an. Barco-Projektoren, die auf Lasertechnologie umgerüstet sind, entsprechen weiterhin den DCI-Anforderungen. „Wir haben eine Vereinbarung mit Barco getroffen, denn sie möchten die Lebensdauer ihres Equipments verlängern. Andere Hersteller sind an diesem Ansatz nicht interessiert“, erklärt der Gründer von La Cabinerie.

 

Der Trend geht aufgrund diverser Vorteile zur Umrüstung auf Laser. „Das ist eine perfekte Kombination, denn wir nutzen bestehende Ressourcen, reduzieren den Energieverbrauch und verbessern die Projektionsqualität.“ Beim Einbau von Laserlampen werden entsprechende Sicherheitsmaßnahmen berücksichtigt. „Für die Positionierung des Projektors definieren wir die NOHD-Zone (nominal ocular hazard distance), die den nominellen Augen-Gefahrenabstand bezeichnet.“ Olivier Douet hält einen Laserprojektor für nicht gefährlicher als einen Xenon-Projektor. In beiden Fällen muss der Gefahrenbereich durch die optische Strahlung geprüft werden, was bei Xenon-Projektoren nicht immer der Fall sei.

 

Die Kosten für die Laserumrüstung eines Kinoprojektors liegen etwa sechzig Prozent niedriger als der Preis eines neuen vergleichbaren Laserprojektors. Die Amortisationsdauer hängt von den jeweiligen Energiekosten ab und beträgt zwischen drei und sechs Jahren. Die Kinobesucher profitieren von einer besseren Bildqualität. „Es ist erwiesen“, betont Olivier Douet, „dass die Laserprojektion für bessere Bilder und eine größere Leuchtkraft auf der Leinwand sorgt.“

Fotos/Video: © La Cabinerie

 

 

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