ExtremWetterKongress 2026

Beim 16. ExtremWetterKongress, der vom 23. bis 25. September 2026 in Hamburg stattfindet, setzen sich Wissenschaftler und Experten mit den Folgen und Auswirkungen auseinander, die durch den Klimawandel bedingte Extremwetter in der Gegenwart und in Zukunft auf unsere Gesellschaft haben. Zu den Referenten dieser dreitägigen Fachtagung, für die Carsten Schneider, Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN), die Schirmherrschaft für den ExtremWetterKongress übernommen hat, gehören renommierte Diplom-Meteorlogen wie Sven Plöger.

 

Ein Klimafolgen-Thema, das im Sommer 2026 die Medien aufgegriffen haben, waren die Hitzewellen in Deutschland und Europa. Extreme Hitze stellt ein Gesundheitsrisiko dar. Städte, Kommunen und Gemeinden können präventive Maßnahmen umsetzen, um sich darauf vorzubereiten. Besonders in Kliniken und im Pflegebereich steigen die Anforderungen durch Extremwetter erheblich, weil eine ausreichende Kühlung erforderlich wird. Neue Aufgaben kommen im Bereich des Katastrophenschutzes
hinzu, denn Warnungen allein schützen nicht. Eine wichtige Rolle spielt die kommunale Starkregenvorhersage.

 

Die Herausforderungen für die kommunale Klimaanpassung in Deutschland sind vielfältig. Mit einer Analyse der Starkregenexposition für die kritische Infrastruktur lassen sich beispielsweise Hotspots identifizieren. Auf dem ExtremWetterKongress werden Konzepte vorgestellt wie beispielsweise das Management kritischer Lieferketten bei eingeschränktem Hafenbetrieb, naturbasierte Lösungen blau-grüner Infrastruktur zum Küstenschutz sowie ein Indikatorenset für Quartiere.

 

Ein eigener Themenblock ist der Klimakommunikation gewidmet, mit der die Folgen der Klimakrise vermittelt werden sollen, um nachhaltiges Handeln anstoßen. „Nicht der Klimaschutz ist teuer, sondern nicht zu Handeln", sagt Prof. Dr. Claudia Kemfert, Leiterin der Abteilung Energie, Verkehr, Umwelt am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin). Zwischen 2000 und 2021 sind in Deutschland durch Klimaschäden Kosten in Höhe von 145 Milliarden Euro entstanden, davon 80 Milliarden Euro allein seit 2018. DIW-Projektionen zufolge könnten die Klimakosten in Deutschland bis 2050 auf 800 Milliarden Euro ansteigen. Die Kosten durch Kipppunkte und irreversible Wechsel im Klimasystem sind bislang noch nicht präzise quantifizierbar. Damit liegt Deutschland beim Weltrisikoindex im Mittelfeld.

 

Die Klimakrise verschärft sich weiter, da Politik und Wirtschaft die Gesetze der Physik missachten und ihre eigenen kurzfristigen Interessen über die der Menschen stellen. Dennoch geraten die Ursachen, Verantwortlichen und Folgen dieser globalen Krise in der Öffentlichkeit zunehmend ins Abseits. Im Rahmen des Extremwetterkongress wird am 24. September der Deutsche Preis für Klimajournalismus verliehen, den das Netzwerk Klimajournalismus Deutschland  gemeinsam mit Netzwerk Recherche ins Leben gerufen hat.

 

Foto: © GFS

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