Set in New York

Wenn die Emmy®- und Golden Globe®-gekrönte Schauspielerin Rachel Brosnahan in der Rolle der Miriam „Midge“ Maisel in der Serie The Marvelous Mrs. Maisel als Stand-Up-Komikerin auf die Bühne tritt, befinden wir uns mitten in New York City Ende der 1950er Jahre. Für diese beliebte TV-Serie haben die Szenenbildner eine Reihe berühmter Schauplätze zu neuem Leben er- weckt, darunter das Gaslight Cafe in Greenwich Village, das zum Treffpunkt von Musikern wie Bob Dylan, Jimi Hendrix oder dem Beat-Dichter Allen Ginsberg gehörte.

 

Beim Bau des Musikclubs in den Steiner Studios in Brooklyn setzte die Crew statt schadstoffbelasteten Kunststoffplatten auf Deko-Tapeten, die aus Altpapier, Pappkartons und Hackschnitzeln bestehen. Deko-Tapeten von Firmen wie Pulp Art sind frei von giftigen Substanzen, feuerfest und gesundheitlich unbedenklich. Sie können wiederverwendet, recycelt sowie kompostiert werden und entsprechen sogar den ISO 14000 Standards.

 

Für den Kulissenbau der zweiten Staffel von The Marvelous Mrs. Maisel sind knapp 300 Deko-Tapeten verwendet worden. „Das hat sich in dreifacher Hinsicht ausgezahlt, denn dadurch wurden Zeit, Geld und Umweltbelastungen reduziert“, unterstreicht Emellie O’Brien, Chefin der New Yorker Firma Earth Angel, die für die erfolgreiche Prime Video-Serie das Nachhaltigkeitskonzept entwickelt hat. Ihre Expertise, selbst bei großen und komplexen Produktionen den Fußabdruck zu senken, hat sie schon bei nachhaltig produzierten Hollywoodfilmen wie The Amazing Spider-Man 2 und Die Verlegerin unter Beweis gestellt.

 

 

Dank der Unterstützung von Earth Angel lag die Recyclingquote am Set von der The Marvelous Mrs. Maisel-Serie bei 75 %. Durch die Maßgabe bei dieser Amazon-Produktion Materialien zu recyceln, kompostieren und zu spenden, wurden 274 Tonnen CO2 eingespart. „Diese Emissionen entsprechen 240 Autofahrten zwischen New York und Los Angeles“, betont O’Brien.
Beim Transport und der Zersetzung von Materialien auf der Müllhalde entsteht CO2. Deshalb baut Earth Angel einen neuen Service für Produktionen auf, die ihre Materialien nach Drehschluss nicht mehr benötigen.

 

Große Produktionen lagern oft viel Material für einen eventuellen Nachdreh oder die nächste Serienstaffel ein. Früher haben Bautrupps das Material eingesammelt, doch inzwischen wollen die Studios es gleich entsorgen. Mit dem Service Good Riddance plant Earth Angel, die Materialien künftig
gemeinnützigen Organisationen, Stiftungen und Kreativen aus
der Künstlerszene kostenlos zur Selbstabholung anzubieten.

 

Zum ersten Mal kam Good Riddance der Pilot-Serie Compliance zum Einsatz.
„Wir konnten 70 % der Sachen vor der Müllkippe retten“, sagt die Earth Angel- Gründerin, die sich für die ver- bliebenen Materialien eine Lagerhalle wünscht. Dieser Plan passt nahtlos in das Müllvermeidungskonzept der Stadt New York, die ein beliebter Drehort für TV-Produktionen ist.

 

Durch die Art und Weise, wie TV-Serien heutzutage produziert werden, sind für eine einzige Folge mehr Schauplätze, unterschiedliche Arten von Sets sowie eine aufwändigere Ausstattung erforderlich. „Produktionen kaufen viele Gegenstände, weil sie im Fundus nicht alles finden– oder nicht genau das, was sie gerade suchen“, resümiert O’Brien, die auch die dritte Staffel von The Marvelous Mrs. Maisel betreut. „Wir möchten einen Ort für Gegenstände schaffen, die nicht sofort ein neues Zuhause finden.

Fotos: © Mit freundlicher Genehmigung von Amazon Studios

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