Grünes Event: Sustainability on Set

Sustainability on Set ist der Titel der vierten Paneldiskussion im Rahmen der Berlinale, die Green Film Shooting in Zusammenarbeit mit der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein (FFHSH) und der MFG Baden-Württemberg veranstaltet. Filme zu drehen, ohne dabei die Umwelt zu schädigen ist möglich, wie Emellie O‘Brien, Geschäftsführerin und Gründerin der New Yorker Firma Earth Angel in einer Keynote erläutern wird.

 

Nachhaltigkeit am Set zahlt sich aus, belegen diverse Beispiele. Der deutsche Berlinale-Wettbewerbsbeitrag 3 Tage in Quiberon von Emily Atef ist mit einem Grünen Drehpass ausgezeichnet worden.  Die deutsch-französische Ko-Produktion, die mit Unterstützung der FFHSH entstanden ist, hat die in Berlin und Leipzig ansässige Rohfilm Factory produziert. Der Produzent Karsten Stöter, der bereits mit Filmen wie Lunchbox und Lore international für Furore gesorgt hat, berichtet über die grünen Maßnahmen bei diesem Dreh.

 

 

Ein weiterer Bären-Anwärter ist der italienische Film Figlia Mia von Laura Bispuri, der nach den grünen Richtlinien der Sardegna Film Commisssion realisiert worden ist. Die Förderchefin Nevina Satta gibt einen Einblick in die Nachhaltigkeitsstrategie auf Sardinien. Die Produzentin Marta Donzelli, die mit ihrer römischen Produktionsfirma Vivo Film bereits bei der Produktion des preisgekrönten Erfolgfilms Quattro Volte – Vier Leben auf eine umweltschonende Herstellung geachtet hat, wird ausführen, welche grünen Maßnahmen bei der Produktion von Figlia Mia umgesetzt worden sind.  Erstmals gezielt auf eine umweltfreundliche Produktion gesetzt hat der europäische Sender Sky bei der Serie Acht Tage, die zum Teil in Berlin  aufgenommen worden ist. Den Dreharbeiten der grünen Produktion hat die Nachhaltigkeits-Beauftragte Grit Belitz, die einen Einblick in die grüne Serienproduktion gibt.

 

 

Als Eco Supervisor verfügt Emellie O‘Brien  über eine langjährige Erfahrung, wenn es um nachhaltiges Verhalten am Set geht. Zu den Projekten, die mit ihrer Hilfe ihren CO2-Fußabdruck gesenkt haben, gehören große Hollywood-Produktionen wie The Amazing Spider-Man 2, Noah und Queen of Katwe. Ihre jüngste grüne Produktion ist Steven Spielbergs neuer Kinofilm Die Verlegerin mit Tom Hanks und Meryl Streep in den Hauptrollen.

 

Ein zentrales Thema am Set ist stets der Umgang mit dem Abfall. Eine Diskussionsrunde beschäftigt sich mit Müllvermeidung, Mülltrennung sowie einer Analyse der Herkunft und Lieferkette der Produkte. Unter dem Motto ‚Don‘t waste the waste‘ werden Adrian Wootton, Förderchef von Film London, die französische Ecoprod-Beraterin Joanna Gallardo und Tim Wagendorp, der Nachhaltgkeits-Beauftragte vom Flanders Audiovisual Fund in Belgien einen Einblick in die Abfallmanagement- und Recycling-Modelle in ihren Ländern geben. Gemeinam gehören sie dem  europäischen Green Screen-Projekt an, das plant, einheitliche Standards für umweltfreundliche Maßnahmen zu entwickeln, um europaweit die Voraussetzungen für eine nachhaltige Film- und Fernsehproduktion zu schaffen.

 

Die Diskussion wird von der Green Film Shooting-Herausgeberin Birgit Heidsiek moderiert.  Sustainability on Set findet am 17. Februar 2018 von 14.30 bis 16 Uhr in der 
Landesvertretung der Freien und Hansestadt Hamburg beim Bund in Berlin statt. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Die Anmeldung muss bis zum 14. February 2018 erfolgen.

 

Fotos: © Ilaria Constanzo, Bildschön, VAF, Universal Pictures, Hans Glick, Peter Hartwig/Rohfilm Factory, Valerio Bispuri, Hendrik Reichelt

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